Was tun bei einem Abkochgebot? Anleitung Schritt für Schritt
Ein Abkochgebot bedeutet, dass das Leitungswasser vor dem Trinken abgekocht werden muss. Diese Anleitung erklärt, was zu tun ist, wie lange Wasser gekocht werden muss und wann Filter helfen können.
Ein Abkochgebot wird von Gesundheitsbehörden oder Wasserversorgern ausgesprochen, wenn im Trinkwasser krankmachende Keime nachgewiesen wurden oder vermutet werden. Häufige Auslöser sind Bauarbeiten am Leitungsnetz, Hochwasser oder positive Befunde von E. coli, Enterokokken oder coliformen Bakterien.
Wie lange muss Wasser abgekocht werden?
Wasser mindestens drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Anschließend abgedeckt abkühlen und in einer sauberen, verschließbaren Flasche oder Kanne aufbewahren. Im Kühlschrank ist abgekochtes Wasser etwa 24 Stunden haltbar.
Wofür gilt das Abkochgebot?
- Trinken und Zubereiten von Getränken
- Kochen, Spülen von Obst und Gemüse
- Zähneputzen
- Zubereitung von Säuglingsnahrung
Duschen und Händewaschen sind in der Regel weiter möglich. Bei offenen Wunden oder geschwächtem Immunsystem sollten Sie zusätzlich vorsichtig sein.
Helfen Wasserfilter?
Klassische Aktivkohle-Tischfilter entfernen Bakterien nicht zuverlässig. Sinnvoll bei mikrobiologischen Belastungen sind ausschließlich zertifizierte Hohlfaser-Ultrafilter (Porenweite unter 0,1 Mikrometer) oder Umkehrosmose-Anlagen mit nachgelagerter Mineralisierung. Achten Sie auf eine Zertifizierung nach NSF/ANSI 53 oder vergleichbar.
Wann ist das Abkochgebot vorbei?
Erst wenn der Versorger ausdrücklich Entwarnung gibt. Auf Aqualert sehen Sie aktuelle Meldungen und Aufhebungen für Ihre Region in Echtzeit.
Vorsorge für den Ernstfall
Halten Sie pro Person 6 Liter Wasser in verschlossenen Flaschen vorrätig. So überbrücken Sie zwei bis drei Tage, falls erneut eine Warnung ausgesprochen wird.
